Antidepressiva

Ich zitiere hier Wikipedia:

 

Die große Gruppe der antidepressiven Wirkstoffe zeichnet sich durch ihre Wirkung auf das depressive Syndrom aus. Dabei entfalten Antidepressiva ihre stimmungsaufhellende (thymoleptische) Wirkung unabhängig von der jeweiligen Ursache des depressiven Syndroms. Die durchschnittliche Responderquote (Rate der Patienten, die positiv auf das Medikament ansprechen) liegt bei allen Antidepressivagruppen bei 50 bis 75 Prozent. Im Vergleich dazu kann durch Gabe von Placebo eine durchschnittliche Responderquote von 30 bis 40 Prozent erzielt werden. Eindeutige Belege für eine schnellere und bessere Wirksamkeit einzelner Antidepressivagruppen im Vergleich untereinander existieren nicht.

Die verschiedenen Antidepressiva unterscheiden sich hinsichtlich ihres Wirkungsprofils. So können sie neben einer stimmungsaufhellenden Wirkung auch antriebssteigernde (thymeretische), antriebsneutrale oder antriebsdämpfende sowie beruhigende (sedierende) und angstlösende (anxiolytische) Wirkungen entfalten. Die häufigsten Nebenwirkungen von Antidepressiva betreffen das Herz-Kreislauf-System, das Nervensystem und die Sexualität. Auch hier können zwischen einzelnen Antidepressiva beträchtliche Unterschiede bestehen.

Bei einer Vielzahl von Antidepressivatypen entfaltet sich die volle Wirkung erst nach einigen Tagen bis Wochen kontinuierlicher Einnahme. Grund dafür dürfte die neurophysiologische Anpassung des Gehirngewebes sein, die eine gewisse Zeit beansprucht. Dazu gehören Veränderungen in der Empfindlichkeit und Häufigkeit von Rezeptoren und ähnlicher Strukturen. Die dauerhafte Besserung tritt demnach indirekt aufgrund von zellulären Anpassungsprozessen unter konstantem Wirkstoffspiegel auf.

Antidepressiva ersetzen keine Psychotherapie, können aber möglicherweise im Falle von schweren Depressionen eine solche erst ermöglichen, da in diesen Fällen die als Voraussetzung einer erfolgreichen Therapie notwendige Ansprechbarkeit oft nicht gegeben ist.

 

Pharmakoökonomie

Zur Behandlung depressiver Störungen wurden in Deutschland im Jahr 2002 etwa 4 Milliarden Euro ausgegeben (direkte Krankheitskosten). Der Anteil der Kosten für Medikamente an den gesamten direkten Kosten ist international vergleichbar und beträgt etwa 4 bis 11 Prozent.

 

Mein Statement:

Mag sein, dass Antidepressiva oft das Wichtigste (im Moment) ist und verschríeben werden muss weil der Patient in Not ist.

Was ich jedoch den Verschreibern ankreide ist die mangelnde Aufklärung über Nebenwirkungen.

  • Einer meiner Patienten hat innerhalb von 2 Monaten sage

und schreibe 24 Kilo zugenommen ohne ( lt. seiner Aussage) seine Essgewohnheiten zu ändern. Nun plagen ihn Beschwerden wie, Knieschmerzen, Kurzatmigkeit und Übelkeit. Verschrieben hat man ihn täglich 8 Tabletten und das für mindestens für die Dauer eines halben Jahres in einer Wiener Klinik wo er ein Monat lang stationär verbrachte....

 

  • Vor geraumer Zeit war ich für ein paar Stunden in der Woche in der Ordination eines Allgemeinmediziners als seine Ordinationsassistentin beschäftigt.

Meine Hauptbeschäftigung bestand aus 2 Handgriffen: die eine um Krankmeldungen, und die andere um Antidepressiva - Rezepte

auszuhändigen. Durchschnittsalter 35 Jahre. 

 

Auch wenn ich mich vielleicht mit meiner Meinung in die Nesseln setzte, frage ich jetzt in die Nacht hinein

 

"Wird durch die saloppe Einnahme von Antidepressiva die Ursache bearbeitet und ist dann alles wieder im Lot, oder stellen wir das Problem nur in das imaginäre Winkerl und lassen es verschimmeln und reden nicht mehr darüber?"

 

Und ich meine damit nicht die Menschen die Antidepressiva ganz dringend brauchen weil sie ansonsten vielleicht suizidgefährdet sind.

 

Ich meine damit vorallem  jungen Menschen die aus irgendeinem Grund traurig sind oder ein großes Problem haben. Junge Menschen, so um die 35 Jahre. Junge Menschen die mitten im Leben stehen. Die ein Recht auf Glücklichsein haben genauso wie alle anderen. Die Ursachen könne viele sein. Vielleicht werden sie am Arbeitsplatz gemobbt, oder haben ihren Arbeitsplatz verloren oder finden keinen. Haben eine Trennung hinter sich und flüchten vor der Trennungsphase. Es gibt viele Gründe weshalb ein junger Mensch in einer depressiven Stimmung sein kann.

Mein Tipp für all dieses Jungen Menschen:

  • Geht raus in die Natur.
  • Trifft euch mit Freunden und baut euer soziales Netz.
  • Ein Freund ist der, der euch zuhört. Die die es nicht tun, die meidet.
  •  Vor dem PC sitzen macht einsam.
  • Sucht euch ein Hobby.
  • Macht Sport, egal welchen.
  • Vetraut euch den Eltern an und erzählt ihnen von eurem Problem
  • Wenn ihr euch ausgebrannt fühlt, auf meiner Seite findet ihr viele kleine Tipps wie ihr dem Burnout entkommen könnt.

Ich wünsche mir ganz offiziell eine absteigende Verkaufszahl von Antidepressiva weltweit...

 

 

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

 

 

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